Ein Stück Arnstadt

Rulemann Jahn als Stadtführer beim Brunnenfest 2011
Rulemann Jahn als Stadtführer beim Brunnenfest 2011

Er hatte so ein Lächeln, das die Leute verändert, bevor sie es merken. Und er strahlte eine Ruhe aus, die wohltat.

Rulemann Jahn war ein guter Arzt. Er machte überhaupt alles, was er machte, gut. Als Sänger im Bachchor, als Stadtführer, im Neideckverein. Er war ein Stück von diesem leisen, fleißigen Arnstadt, das weniger auffällt als manch lautes Getön an der Oberfläche, aber die Stadt so lebenswert macht. Nach einem Gespräch mit diesem klugen, freundlichen Menschen hatte man immer das Gefühl, Arnstadt, Bach oder die Welt ein wenig besser verstanden zu haben.

Mit 80 ist er nun gegangen. Aber es sind viele Stellen in dieser Stadt, die an ihn erinnern. Und das wird bleiben.

Und ewig grüßt das Jonastal


Als kürzlich ein paar Heimatforscher mit der Nachricht aufwarteten, in einem Hohlraum unter dem Jonastal könnten noch ein paar deutsche Atombomben aus dem zweiten Weltkrieg herumliegen, gab es zwar ein paar bemühte Dementis, aber so richtig regte sich keiner auf. Man hat sich schon gewöhnt an solche Meldungen aus der Region zwischen Ohrdruf, Crawinkel und Arnstadt, für die sich der Begriff „Jonastal“ eingebürgert hat. Denn die Stollen, die in den letzten Kriegsmonaten in die Muschelkalkhänge des Jonastals getrieben wurden, kann man heute noch sehen, während vieles andere verschwunden oder verborgen ist.

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Die Wühlkiste – nicht nur für Eingeborene