Die Linden auf dem Markt bleiben vorerst stehen, hat das Oberverwaltungsgericht entschieden. Das ist noch keine Entscheidung darüber, ob die Marktsanierung stattfinden darf oder nicht, aber von März bis September dürfen keine Bäume gefällt werden.
Bäume pflanzen, Bäume abhaun
Das Verhältnis des Menschen zu seinem angeblichen Freund, dem Baum, ist schon immer schizophren gewesen. Wohl auch, weil der Baum im Gegensatz zum Menschen mehrere Leben hat. Allerdings ist es selten, dass sich Menschen wegen 15 Bäumen so zerstreiten wie gegenwärtig in Arnstadt.
Entschieden
Mit 20 Ja- und fünf Nein-Stimmen bei drei Enthaltungen hat der Stadtrat der geplanten Marktsanierung zugestimmt. Nun können die Linden gefällt werden und die Bagger rollen, auch wenn es nach wie vor nicht allen gefällt.
Der Markt und die Fernwärme
Ist in der kommenden Marktsanierung neben dem Aus für die alten Linden noch ein weiteres Kuckucksei versteckt? Das wollen wir doch nicht hoffen. Und sicher wird in der Stadtratssitzung, in der die grundsätzlichen Beschlüsse dazu gefasst werden, die ganze Sache aufgeklärt. Denn dass für die Anwohner (nicht nur des Marktes) eine versteckte Abnahmepflicht für Fernwärme drohen könnte, wäre ein starkes Stück.
Kunstgebilde
Zur gerade beginnenden Grünen Jubiläums-Woche in Berlin präsentiert sich auch der „Thüringer Bogen“, der immer mal durch die Medien wabert. Aber wo zum Teufel liegt dieser Bogen überhaupt? Und wer braucht sowas? Kunstgebilde weiterlesen
Vorsätze für 2026
Dreizehn große und nicht ganz so große Vorsätze für 2026 hat ein Freund auf einen Zettel geschrieben, hat er mir erzählt. Ich fand die Idee gar nicht schlecht. Ich bin allerdings nur bis zehn gekommen. Hier sind sie:
Verschwunden
Arnstadt und Haubourdin
Vor 50 Jahren hatte Arnstadt nur eine Partnerstadt. Nicht zu groß, nicht zu klein, nicht zu weit weg, aber ganz woanders. Das französische Haubourdin war für den normalen DDR-Bürger unerreichbar. Trotzdem entwickelte sich eine rege Beziehung, an die viele Arnstädter noch gern zurückdenken, obwohl die Partnerschaft nie offiziell wurde.
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Fräulein Arnstädt
Bach war nur vier Jahre da, Bechstein auch. Wenn man unter den Arnstädter Berühmtheiten nach einem echten einheimischen Gewächs sucht, landet man zwangsläufig bei Eugenie John. Sie wurde vor 200 Jahren hier geboren und später auch begraben. Ihre bekanntesten Werke schrieb sie als „Marlitt“ in Arnstadt. Und sie liebte dieses Städtchen – mit Einschränkungen.
„Marlitt war die J. K. Rowling ihrer Zeit“

Natalka Sniadanko promoviert am Institut für Slavistik der Universität Leipzig. In ihrer Dissertation will sie Gemeinsamkeiten im Leben und Schaffen der berühmten ukrainischen Schriftstellerin Olha Kobyljanska und deren deutschem Vorbild E. Marlitt untersuchen. Ein Gespräch anlässlich des 200. Geburtstags der Arnstädter Literatin.
