Archiv der Kategorie: Medien

Grüne Lichter

Heute vor 10 Jahren begann die Irak-Invasion. Ich wusste damals wenig, nur das, was Colin Powell vor der UNO gelogen hatte. Aber nicht mal das wusste ich damals. Dafür gab es grüne Lichter im Fernsehen, nächtliche Bilder aus automatischen Kameras. Ich kam nicht klar damit, was ich sah. Und es passte nicht zu dem, was ich hörte. Das blieb all die Jahre so. Deshalb hier ein Text, den ich am 22. März 2003 schrieb. Ich habe mich an ihn erinnert, als jetzt plötzlich noch einmal die grünen Lichter gezeigt wurden.

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Die virtuelle Kneipe

Einer der Tweets vom Verbandstag. Es wurden immer mehr...Als Journalist, egal welchen Alters,  sollte man sich weder vom Kauderwelsch der Experten noch von den zahlreichen „Das-böse-Internet“-Artikeln abhalten lassen, ins Netz zu gehen. Wer es nicht tut, verpasst mindestens eine zeitgemäße Recherche-Chance. Dafür habe ich in einer Diskussionsrunde auf dem Verbandstag des DJV Thüringen in Suhl geworben. Und für alle, die nicht dabei waren, hier noch einmal mein Thesen.

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Meine Twitter-Kollegen

Twitter ist voller Leute, die sich über sich selbst lustig machen könnenIch kenne viele Menschen, die auf  Twitter  immer noch abfällig herabschauen. 140 Zeichen – das kann ja nichts Gescheites sein. Die Fortsetzung der SMS mit anderen Mitteln, voller Smileys, LOLs und völlig verkürzter Sachverhalte. So reden aber nur Leute, die es noch nie richtig ausprobiert haben.  Für mich ist Twitter das derzeit wichtigste soziale Netzwerk. Es ist nicht nur eine Nachrichtenzentrale, sondern auch ein Tummelplatz von Aphoristikern und Philosophen. Wer früher in der Zeitung am liebsten das Feuilleton und den Fortsetzungsroman las, kommt heute an Twitter nicht vorbei.

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Wenn der MDR weg ist

Die ARD geht derzeit in die Offensive. Programmmäßig mit einem in die Jahre gekommenen Lockenkopf,  technisch mit der Komplettumstellung auf digitalen Fernsehempfang. Über die Probleme bei Gottschalk ist öffentlich genug zu lesen, über die mit dem Digitalprogramm leider nicht. Dabei lässt die ARD dabei gerade ihre treueste Zuschauergruppe ins Messer laufen: Die weniger technikaffinen Rentner.
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Der Tag der großen Sprünge

Hubertus Triebel bei "seinem" MeetingEinmal im Jahr wird Arnstadt verrückt. Hochsprung-verrückt. Die Sportart, die sonst in der Gegend kaum eine Rolle spielt, dominiert plötzlich das öffentliche Leben.  Das Ganze wirkt ein wenig wie eine Ski-WM in der Lüneburger Heide oder ein nachdenklicher Redebeitrag  im Arnstädter Stadtrat: Man hat irgendwie das Gefühl, das gehört da nicht hin. Aber es gehört dahin und die meisten Arnstädter sind froh, etwas zu haben,  das über die Provinz hinaus von Bedeutung ist. In diesem Jahr schon zum 36. Mal.
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Die Pannen-Chronik

Schlapphüte arbeiten gern mit Zeitungen. Aber ungern mit Journalisten zusammen.Der Thüringer Verfassungsschutz kommt nicht aus den Schlagzeilen heraus. Besonders seine Rolle um die Jahrtausendwende wird in diesen Tagen immer wieder thematisiert –  und auch das Verhalten des Spitzels Tino Brandt. Allerdings waren das wilde Zeiten, gerade im Verfassungsschutz. Zur Versachlichung der Debatte möchte ich durch eine kleine Chronik beitragen, die ich damals angefertigt habe. Sie zeigt, dass nicht nur wichtig ist, wer etwas getan oder nicht getan hat, sondern auch wann. Denn die Zuständigkeiten haben sich damals ziemlich schnell verändert, gerade was den Verfassungsschutz und Brandt betrifft. Der wurde offenbar mehrfach ab- und wieder angeschaltet. Und er mutierte auf wundersame Weise von Otto zu Oskar – genau in der Zeit, um die es jetzt geht.
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Ein Geschenk für die Stadt

Der junge Bach mit Wollorgel-Pad. Sein Advent hätte ihm gefallen.Es ist schwer, irgendetwas an diesem Bach-Advent hervorzuheben. Es war einfach nicht möglich, alle Angebote des Wochenendes wahrzunehmen. Und es wäre es auch ungerecht, denn es waren zu viele Leute, Organisationen, Firmen und Vereine am Gelingen beteiligt. Was alle an dem Projekt einte, war Spaß, verbunden mit einer großen Portion Gelassenheit, ohne die man die  Menschen-Invasionen in den heimischen vier Wänden wohl nicht ertragen hätte.  Aber es schwang auch berechtigter Stolz mit. Denn diesen Bach-Advent macht Arnstadt so schnell keiner nach.

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