Stadtfest-Schnellcheck

Das 27. Arnstädter Stadtfest ist vorbei. Alles kann sich wohl kein Mensch ansehen und ein paar Stippvisiten erlauben sicher keine abschließende Bewertung. Deshalb hier ein Schnellcheck. Der fällt nicht nur des Wetters wegen gar nicht so übel aus.

Was hat funktioniert?
Wie immer der Viele-Leute-treffen-Wohlfühl-Effekt. Mit Bekannten quatschen und trinken, die man lange nicht gesehen hat. Und sich freuen, dass die Stadt endlich wieder mal drängelvoll ist.

Wo hats nicht funktioniert?
Die Anbindung des Riedplatzes ist diesmal endgültig gescheitert, sowohl in Ranke- als auch Marktstraße war tote Hose. Da auch am Kohlenmarkt Richtung Längwitz das Stadtfest-Schrumpfen eingesetzt hat, muss man wohl über Grundsätzliches nachdenken.

Wo hats gut funktioniert?
In der Rosenstraße. Die ist zwar – wie der Kohlenmarkt – auch nicht in einen Stadtfest-Rundkurs eingebunden, aber man merkt, dass die Anwohner und Gewerbetreibenden großes Interesse am und gute Ideen für das Stadtfest haben. Das ist an den Ständen zu merken, am Programm und an solchen Sachen wie der Fotoausstellung Arnstadt alt/neu. Bienchen und danke!

Wie war die Musik?
Nach meinem Eindruck vielfältiger als sonst. Bands wie das „Duo Zehnsaitig“ auf dem Holzmarkt oder Straßenmusiker in der Rosenstraße empfand ich als angenehme Ergänzung gewohnt guter Angebote. Den Indianer mit der Panflöte muss man wohl zum Stadtfest-Inventar rechnen und die lokale Szene war angemessen vertreten (Eule Müller, Kochis Band).

Was gabs zu essen und zu trinken?
Bowle gabs wie immer an gefühlten 20 Ständen, die Pilzpfanne ist wohl unausrottbar und ein Arnstädter Fest ohne glühende Roste geht auch nicht. Aber auch hier geht der Trend Richtung Abwechslung.  Beispiele: Belgische Pommes auf dem Markt und frittierte Kartoffelscheiben in der Rosenstraße. Und Brot mit irgendwas drauf gabs in x Varianten.

Was konnte man kaufen?
Bissel viel Staubsauger und Taschen, bissel wenig Sachen, die man sonst nicht in Arnstadt bekommt – so wie die polnischen und tschechischen Spezialitäten. Dass sich die örtlichen Händler jedes Jahr mehr zum Stadtfest einfallen lassen, sollte man aber unbedingt erwähnen. Ist aber noch Luft nach oben.

Was hat genervt?
Kleine mechanische Hunde in Pappschachteln, die rumzucken und komische Geräusche machen. Gabs an jeder Ecke. Könnte da der tierbesorgte Stadtrat nicht mal einen Beschluss gegen fassen?

Was war sensationell?
Das Wetter. Absolut Stadtfest-untypisch.  

Sollte man wieder hingehen?
Ja. Bei jedem Wetter. Schon aus Neugier.

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