Lähmende Stille

Vor der Bürgermeisterwahl im April 2012  balgten sich schon im Sommer vorher die Kandidaten um die beste Ausgangsposition. Im April ist wieder Bürgermeisterwahl – und zweieinhalb Monate vorher ist wahlkampfmäßig noch tote Hose. Warum nur?

Alexander Dill will wieder antreten. Das ist keine Überraschung,  schon der Rente wegen. Er ist schließlich der Amtsinhaber. Eine kleine Überraschung war hingegen die Kandidatur von Angelika Stiel, der früheren Pressesprecherin des früheren Bürgermeisters. Kürzlich machte nun auch Jens Petermann seine 2 Jahre alte Ankündigung wahr und ließ sich von der „Linken“ zu deren Bürgermeisterkandidaten küren.

Was die drei an neuen Ideen fürs Rathaus zu bieten haben, weiß keiner. Angelika Stiel verteilt Postkarten, auf denen „Mut, Haltung, Wertschätzung“ steht. Eine eigene Internetseite habe ich von ihr und den anderen beiden nicht gefunden. Alexander Dill hatte zur letzten Bürgermeisterwahl mal eine mit allerlei guten Vorsätzen, die ist aber derzeit tot. Bei Facebook gibt es Dill und Petermann, aber nix über Wahlkampf oder so. Und Angelika Stiel scheint Facebook nicht zu benutzen.

Es werden noch ein paar Kandidaten dazukommen. Ein etwas überraschender von der SPD und ein weniger überraschender von der CDU. Bei „Pro Arnstadt“ weiß man es noch nicht so ganz, es könnte einer sein. Oder zwei. Oder keiner. Die Entscheidung fällt wohl noch diese Woche.

Vielleicht bin ich ja zu ungeduldig. Und vielleicht ist das ja auch gar nicht so wichtig mit den Wahlprogrammen. Schließlich reicht auf Bundesebene offenbar auch ein „Sie kennen mich ja“, um im Kanzleramt zu bleiben. Aber ein paar Ideen für Arnstadt hätte ich schon ganz gern gehört: Wie man das alte Geldproblem der Stadt lösen könnte. Ob es einen Weg geben könnte, mit den nördlichen Nachbarn eine gedeihliche Partnerschaft zu entwickeln. Wie es überhaupt mit Zusammenschlüssen oder Eingemeindungen weitergehen soll. Wenigstens  in kleinen Schritten, wir sind ja nicht Ilmenau. Zur Stadtentwicklung würde ich gern etwas erfahren. Über die Pläne zum Umgang mit der Verwaltung und dem Stadtrat wüsste ich gern Näheres. Ob man den jetzigen Beigeordneten behalten möchte oder frischen Wind bevorzugt. Und was man gegen die lähmende Stille in der Stadt unternehmen will, die gerade jetzt, vor der Wahl, immer lauter wird.

Vielleicht kommt das ja alles noch. Es sind ja noch zehn Wochen. Aber sicher bin ich nicht.

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