Der „Fresstempel“ zieht um

Winken zum Abschied: Jens Fischer am letzten Tag in der Rosenstraße.

Am 1. Februar kehrt Jens Fischer zu seinen Wurzeln zurück. Pünktlich zum Markttag eröffnet er am Dienstag seinen „Fresstempel“ in der Erfurter Straße 17. Es ist das Geschäft, in dem er einst das Fleischerhandwerk gelernt hat und bis 2011 Filialleiter war. Dann kam es zu Meinungsverschiedenheiten – und er beschloss, sich selbständig zu machen. Mit einem „Fresstempel“ in der Rosenstraße, dem anfangs kaum einer eine Chance gab, außer Jens Fischer.

Doch sein Konzept überzeugte. Mit dem klassischen Imbisssortiment und Thüringer Hausmannskost lockte er schon bald eine große Zahl von Stamm- und Laufkunden an. Der Name „Fresstempel“ klang in manchen Ohren etwas derb, aber er steht dazu: „Mit einem französischen Namen hätten doch alle gedacht, da ist es bestimmt zu teuer“.

Zehn Jahre lang war der Fresstempel in der Rosenstraße werktags eine verlässliche Anlaufstelle für hungrige Arnstädter und ihre Gäste, aber nachdem die Fleischerei in seiner ehemaligen Wirkungsstätte aufgegeben hatte, fasste er den Entschluss, mit seinem Tempel noch einmal umzuziehen. Näher ins Zentrum, dorthin, wo alles begann.

Am Prinzip wird nicht viel geändert: drinnen Hausmannskost zu fairen Preisen, natürlich auch zum Mitnehmen – und draußen der Grill. „Mein Konzept war schon immer, die Leute über den Bratwurstrost in den Laden zu holen“.

Geöffnet ist vom 9 bis 15 Uhr, von Montag bis Freitag. Es wird also zumindest wochentags wieder regelmäßig Rostbratwurst in der Innenstadt geben. Dass der Bedarf dafür besteht, bewies Unternehmer Jörg Bugenhagen in den vergangenen Monaten mit seinem „Popup-Rost“ neben der Bäckerei Nagel. Sicher wird der „Fresstempel“ ein Gewinn für die Innenstadt, auch wenn die Rosenstraße damit wieder ein gut etabliertes Geschäft verliert.

Entsprechend traurig fiel der Abschied in dieser Woche dort aus. „Ich möchte mich bei allen Händlern und Bewohnern bedanken“, sagt Jens Fischer. „Es war eine schöne Zeit und eine tolle Zusammenarbeit“.

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