Schon der dritte Kandidat hat seinen Hut in den Ring geworfen, obwohl noch sehr viel Zeit ist. Frank Kuschel, der umtriebige Landtagsabgeordnete und Stadtrat, hat seine Bereitschaft verkündet, bei der Bürgermeisterwahl im kommenden Jahr in Arnstadt anzutreten. Auch wenn die Partei darüber erst später entscheiden will: Es ist eine sehr interessante Weichenstellung.
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Archiv der Kategorie: Politik
Kachelmann und ich
Der Prozess gegen Jörg Kachelmann ist zu Ende, der Kampf um die Deutungshoheit geht weiter. Angebrachter wäre aber eher ein journalistisches Innehalten und Nachdenken darüber, was wir daraus lernen können. Denn Porzellan wurde schon genug zerschlagen.
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Selbst abgeschafft
Das Beispiel ist thüringenweit bisher einmalig: Eine Förderschule löst sich praktisch selber auf, um ihren Schülern mehr Chancen zur Integration zu geben. Geschehen ist das schon im Sommer 2010 in Arnstadt, fast geräuschlos, wenn man die öffentlichen Reaktionen betrachtet. Doch das Projekt ist umstritten. Immer lauter wird gefordert, Förderschulen im Land zu erhalten, um die „normalen“ Schulen nicht zu überfordern. Für die Arnstädter Förderschule hingegen ist das Schicksal mittlerweile besiegelt. Sie wird auch formal zum Schuljahresende aufgelöst und mit der Ilmenauer Einrichtung fusioniert.
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Das Erbe von Rudisleben
Die altuelle Debatte über den städtischen Haushalt würde wohl anders verlaufen, wenn Arnstadt elf Millionen Euro mehr im Stadtsäckel hätte. Und die Spielräume der städtischen WBG wären auch wesentlich größer, wenn da nicht der Altschuldendienst für die ehemalige Garnison in Rudisleben gezahlt werden müsste. Zwar hat sich die Stadt bereit erklärt, davon jährlich 340 000 Euro zu übernehmen, aber seit einem Jahr fließt das Geld wegen der angespannten Finanzlage auch nicht.
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Am Anfang war der Kleister
»Sycofix« kannte jeder in der DDR. Damit befestigten ganze Generationen ihre Raufaser-Tapeten. Doch die Tradition reicht viel weiter zurück: Schon 1911 gründete der Chemiker Edmund Sieder in Plaue die wohl älteste Kleisterfabrik Deutschlands. »Mit Ihrem Kleister wurden wahrscheinlich schon die wunderbarsten Jugendstil-Tapeten geklebt«, sagte Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht, die extra zum Gratulieren angereist war. Denn es kommt nicht oft vor, dass eine Firma ihr 100-jähriges Bestehen feiern kann.
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Gagarins Lächeln
Vor 50 Jahren flog ein Mensch ins All, der für mich mehr war als der erste Kosmonaut. Es war ein Mann, der unvergleichlich lächeln konnte. Ein Lächeln, das entwaffnend war und weise zugleich. Dieses Lächeln war nur für mich bestimmt. Denn mit Gagarin hatten die Guten gewonnen. Und ich war auf ihrer Seite.
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Frühlingsstrahlen
Nach den Ereignissen im japanischen Atomkraftwerk Fukushima ist auch die Verunsicherung über mögliche Folgen für Deutschland groß. Und Messungen scheinen diesen Sorgen Nahrung zu geben: Nach der Katastrophe stieg die Strahlenbelastung an der Messstelle Gehlberg nahezu auf das Doppelte an.
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Gut gemeint und schlecht gemacht
Als in Thüringen Ende 2008 das Gesetz zur Weiterentwicklung des Kinderschutzes verabschiedet wurde, waren sich alle über das Ziel einig: Mit der Einführung einer Kontrolle, wie Eltern die Vorsorgeuntersuchungen für ihre Kinder wahrnehmen, kann auch der Kinderschutz verbessert werden. Denn wer nicht zur Vorsorge geht, bei dem sollte man besser hinschauen. Zum näheren Hinschauen gibt es die Jugendämter, für die Organisation wurde eine neue Abteilung in einer Landesbehörde geschaffen: Das Vorsorgezentrum Bad Langensalza.
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Libyen ist hier
„Können Sie Tee vertragen?“, fragt die Ärztin Jutta Voigt-Hoffmüller und reicht Thea Vollmer eine Thermosflasche herüber. Sie ist nicht zum ersten Mal an diesem Tag zum Hopfenbrunnen gekommen, wo die Gesundheitspraktikerin ihre ganz persönliche Kundgebung angemeldet hat. Frieden für Lybien, steht auf einem der selbst gemalten Plakate. Sie hat das Land bewusst falsch geschrieben, sagt sie, Verwirrung ist manchmal gut. Weil dann die Dinge aus dem Kopf und in die Herzen kommen.
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Qualmen für das Birkhuhn
Riesige Rauchschwaden über dem Truppenübungsplatz Ohrdruf beunruhigten gestern viele Anwohner. Ein Großbrand im Militärgelände? Die Verantwortlichen winkten ab: Es werden nur Grünflächen vorsorglich abgebrannt, sogar zum Wohle der Natur. Das stieß besonders im Ilmkreis auf Verwunderung, denn dort sind solche Brenntage längst verboten.
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