Archiv der Kategorie: Politik

Frank Kuschel und die Diktatoren

Frank Kuschel im Festumzug "1300 Jahre Arnstadt"
Frank Kuschel im Festumzug „1300 Jahre Arnstadt“

Auch Politiker äußern sich zunehmend via „Twitter“, zu ihnen gehört der Thüringer Landtagsabgeordnete Frank Kuschel. Am 20.Dezember 2010, als in der großen Weltpolitik über die ominöse Schein-Wahl in Weißrussland und die Ausfälle des Diktators Lukaschenko sinniert wurde, meldete sich auch Kuschel um 20.56 Uhr via Twitter zu Wort und schrieb: „Nicht mit Finger nach Weißrussland zeigen, um Diktator zu definieren. Da reicht ein Blick in die BGMEISTERrunde des Arnstädter Wasserverbandes“.
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Brücken schlagen

Gerade wurde mal wieder ein Baustopp in Dresden verhängt, wenn auch nur für eine Woche. Die Kämpfe um die Waldschlösschenbrücke wollen nicht enden. Das Stuttgart 21 des Ostens hat schon einen Welterbe-Titel gekostet, eine langfristige Lösung für den Verkehr wird die Brücke nicht bringen. Ein Durcheinander, das sich die Dresdener ganz alleine eingebrockt haben. Brücken schlagen weiterlesen

Entweder die Stasi – oder die Schranke ist zu

Wissenschaftler der Zeppelin Universität Friedrichshafen sind jetzt mit einer sensationellen Studie an die Öffentlichkeit getreten: Der 1989 von vielen so sehnlichst erwünschte Zusammenhang zwischen Stasi und Volkswirtschaft soll tatsächlich existieren. Leider aber nicht ganz so, wie es sich die Demonstranten vor den Stasi-Zentralen vorgestellt hatten. Die überraschende Erkenntnis: Wo damals mehr Spitzel waren, ist heute die Arbeitslosigkeit besonders hoch und die Bereitschaft zur Organspende geringer. Die Plattenverkaufszahlen der Puhdys und die Jahresmitteltemperatur in Ottendorf-Okrilla wurden dabei allerdings unberücksichtigt gelassen.
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Der tapfere kleine Toaster

Wir haben uns einen neuen Bundespräsidenten wählen lassen, die öffentliche Anteilnahme war nahezu schweinsteigerisch. Aber der Vorgang zeigt auch: Jeder sieht in dem Amt, was ihm sonst im Leben fehlt. Einen Ersatzkaiser, eine richtige Opposition, ein besseres Verfassungsgericht oder eine Lena der Politik. Dabei ist der Hausherr im Berliner Schloss (da gibts nämlich schon eines) einfach nur der Toaster, der auf Staatsempfängen das Buffet frei gibt. Und das kann der Wulff wahrscheinlich gar nicht mal so schlecht.  Der tapfere kleine Toaster weiterlesen

Viva Journalismus!

Heute mal was wirklich Gutes über unseren Berufsstand gelesen. Zeit-Online-Chef Blau liest uns Journalisten in der Süddeutschen ordentlich die Leviten.

Ich muss bekennen, ich könnte so gut wie jeden Satz unterschreiben. Zum Beispiel auch folgende:

Die Frage „Wozu noch Journalismus?“ ist irritierend selbstmitleidig, um nicht zu sagen manipulativ. Sie unterstellt, dass mit dem Niedergang einiger Medienhäuser auch schon das Ende des Journalismus drohe.

Dem Journalismus geht es erstaunlich gut. Ja, die wirtschaftliche Zukunft vieler Zeitungshäuser ist ungewiss. Ja, auch die meisten online-journalistischen Angebote arbeiten noch nicht einmal kostendeckend und niemand kann mit Sicherheit sagen, welches journalistische Geschäftsmodell in Zukunft tragfähig sein wird. Dennoch erlebt der Journalismus gerade seinen größten Entwicklungssprung seit Erfindung des Rundfunks.

Also los, Leute, da hilft ja alles nichts.