Das Gewerbegebiet „Erfurter Kreuz“ wird gern „Erfolgsgeschichte“ genannt. Seit 2005 wurde es – trotz einiger Rückschläge – immer größer, brachte Arbeit in die Region und Geld in die Kassen. Alle schienen zufrieden – bis CATL kam. Und eine Bürgerinitiative.
Es war ein außergewöhnliches Jahr. Ein eigenartiges Virus stellte die Menschen vor Herausforderungen, mit denen keiner gerechnet hatte. Aber im Schatten der Pandemie legte Arnstadt eine beachtliche Entwicklung hin. Es passierten sogar Dinge, mit denen keiner mehr gerechnet hatte.
Der Runde Tisch in Arnstadt sorgte in den wilden Wendezeiten für einen relativ geordneten Übergang. 30 Jahre lang gab es in öffentlichen Archiven keine Unterlagen über seine Arbeit, nun wurden sie mit Hilfe damals Beteiligter zusammengetragen und dem Stadt- Kreisarchiv übergeben.
Die Zahl der Corona-Fälle in der Gegend ist erfreulicherweise gering. Deshalb zieht – unter Beachtung von Abstands- und Hygieneregeln – auch ins öffentliche Leben wieder so etwas wie Normalität ein. Aber nicht überall. Und keinesfalls einheitlich.
Im Rückblick wundert man sich, dass vor 30 Jahren in Thüringen eine völlig neue Politik- und Medienlandschaft entstehen konnte. Es ging ziemlich chaotisch zu, aber hat doch irgendwie funktioniert. Das lag nicht zuletzt an einer Landtagskantine, die es längst nicht mehr gibt.
Der Arnstädter Stadtrat hat heute den Haushalt für das laufende Jahr beschlossen. Er kann nicht alle Wünsche erfüllen, aber strahlt Stabilität und sogar ein wenig Optimismus aus. Und der Stadtrat selbst, so das Fazit der Debatte, scheint langsam der Pubertät zu entwachsen.
Der Alte Friedhof ist das Brennglas der Arnstädter Geschichte. Im Dezember verlor er bei einer unangekündigten Fällaktion einen großen Teil seines historischen Baumbestands. Die Wunden sind noch sichtbar, aufgeräumt hat bisher niemand.
Der ehemalige Stadtrat und Linke-Politiker Frank Kuschel ist bekannt für seine Hartnäckigkeit bei der Realisierung von Stadtratsbeschlüssen. Bei der jüngsten Kommunalwahl hat er es nicht wieder in den Stadtrat geschafft. Aber seine Beschlüsse und Anfragen wirken weiter.
Bei der Landtagswahl am 27. Oktober haben in Arnstadt 4096 Menschen die Linke und 4078 den Kandidaten der AfD gewählt. Alle anderen lagen irgendwo weit dahinter. Wie geht man um mit einem solchen Ergebnis?