Wer an Gossel denkt, dem fällt nicht sofort Popmusik ein. Aber in dem kleinen Ort oberhalb des Jonastals zwischen Espenfeld und Crawinkel fanden sich schon in der 2. Hälfte der 60er Jahre ein paar Jungs zum Musikmachen zusammen. Nicht für andere, sondern einfach nur für sich. Dann kam die Armeezeit – und als sie sich 1970 in Gossel wiedertrafen, beschlossen sie eine Band zu gründen.
Sie spielten die aktuellen Songs von Jimi Hendrix und mussten sich schon bald wieder trennen. Aber die drei Musiker der „Club-Band“ prägten auch nach ihrer gemeinsamen Zeit noch viele Jahre nicht nur die Arnstädter Musikszene – eigentlich bis heute.
Das 27. Arnstädter Stadtfest ist vorbei. Alles kann sich wohl kein Mensch ansehen und ein paar Stippvisiten erlauben sicher keine abschließende Bewertung. Deshalb hier ein Schnellcheck. Der fällt nicht nur des Wetters wegen gar nicht so übel aus.
Begonnen hat es wie bei vielen anderen Bands: Drei Klassenkameraden wollten zusammen Musik machen. Wie bei den Tropics führte der Weg zunächst über die Singebewegung. Doch „Eins plus fünf“ war in Arnstadt nie so bekannt wie andere Bands. Dafür woanders umso mehr.
1965 war das Jahr, als Walter Ulbricht auf dem 11. Plenum des SED-Zentralkomitees mit einer Rede gegen die „Monotonie des Yeah, Yeah, Yeah“ die Beatmusik aus der DDR verbannen wollte. Aber es war auch das Jahr, als ein paar junge Ichtershäuser ihre musikalische Laufbahn begannen. Sie spielten jene Beat-Musik, gegen die Ulbricht gewettert hatte und fanden sogar bei der FDJ Unterstützung.
Im Arnstädter Schlossmuseum ist derzeit eine bezaubernde Jugendstil-Ausstellung zu sehen. Wer nicht genau weiß, was Jugendstil eigentlich ist und warum manche Leute sich die ganze Wohnung mit altem Zeugs vollstellen, sollte unbedingt hingehen. Die anderen tun’s sowieso.
Sie spielten fast nur englische Titel, eckten trotzdem bei den offiziellen Stellen nicht an und hätten fast sogar einmal Walter Ulbricht als Zuhörer gehabt: Die Birds waren schon besonders. Und sie hörten sogar auf ihre Eltern.
Angefangen haben sie als „Guitar Boys“ und entwickelten sich zu der wohl wildesten Band der damaligen Zeit in der Region. So war es nur eine Frage der Zeit, dass die Band schließlich verboten wurde. Aber es gibt sie heute noch. Geliebt und verboten: Die Arnstädter Satelliten weiterlesen →
Sie begannen als Duo, schafften es fast in Heinz Quermanns Castingshow „Herzklopfen kostenlos“, tourten mit einem „Ensemble Junger Talente“ durch die Lande und rockten das Pressefest der SED-Bezirkszeitung: Die „Comets“ brachten den Beat nach Arnstadt. Die Comets kommen weiterlesen →
Die Nachkriegsgeschichte der Arnstädter Bands begann im Jahr 1953. Damals brachten einige Oberschüler und ein rühriger Lehrer unter dem Namen „Caballeros Mexicanos“ den Jazz in die ostdeutsche Provinz. Einige der Musiker von damals sind noch heute aktiv.