Entweder die Stasi – oder die Schranke ist zu

Wissenschaftler der Zeppelin Universität Friedrichshafen sind jetzt mit einer sensationellen Studie an die Öffentlichkeit getreten: Der 1989 von vielen so sehnlichst erwünschte Zusammenhang zwischen Stasi und Volkswirtschaft soll tatsächlich existieren. Leider aber nicht ganz so, wie es sich die Demonstranten vor den Stasi-Zentralen vorgestellt hatten. Die überraschende Erkenntnis: Wo damals mehr Spitzel waren, ist heute die Arbeitslosigkeit besonders hoch und die Bereitschaft zur Organspende geringer. Die Plattenverkaufszahlen der Puhdys und die Jahresmitteltemperatur in Ottendorf-Okrilla wurden dabei allerdings unberücksichtigt gelassen.
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Lord Helmchen in Arnstadt

Das Schöne am Internet ist, dass man dauernd neue Menschen kennenlernt. Neulich stieß ich zum Beispiel bei Twitter auf einen, der offenbar meine Heimatstadt irgendwie gefressen hatte:  „Aber in Arnstadt möcht man eher nicht wohnen“ schrieb ein „Lord Helmchen“ (@lilalord) am 22. Juni. Naja, dachte ich, vielleicht ein Yedi-Ritter mit einer Beziehungsschlappe, man weiß ja nie. Nach einer verlorenen Liebe sieht auch die Bachkirche manchmal wie eine Döllbau-Baracke aus. Aber ich hatte die Sache schnell wieder vergessen.
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Der tapfere kleine Toaster

Wir haben uns einen neuen Bundespräsidenten wählen lassen, die öffentliche Anteilnahme war nahezu schweinsteigerisch. Aber der Vorgang zeigt auch: Jeder sieht in dem Amt, was ihm sonst im Leben fehlt. Einen Ersatzkaiser, eine richtige Opposition, ein besseres Verfassungsgericht oder eine Lena der Politik. Dabei ist der Hausherr im Berliner Schloss (da gibts nämlich schon eines) einfach nur der Toaster, der auf Staatsempfängen das Buffet frei gibt. Und das kann der Wulff wahrscheinlich gar nicht mal so schlecht.  Der tapfere kleine Toaster weiterlesen

Wind mit Rüssel

Über Mitteldeutschland zogen  Pfingsten ein oder mehrere Tornados hinweg –  genau muss das wohl noch geklärt werden. In  Großenhain in Sachsen hinterließ das Unwetter  nicht nur gravierende materielle Schäden, es starb sogar ein Kind. Tornados sind kein neues Klimaphänomen, sie hießen nur früher anders.
Und auch in Thüringen wüteten schon regelmäßig  Tornados – als harmlose „Windhose“ getarnt. Da es für diese Unbilden keine Schuldigen gibt, muss man sich an die üblichen Verdächtigen halten: Klimawandel, DDR und Jörg Kachelmann.

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